Lebensmittel-Ampel
1. Oktober 2008 von Benjamin“Verbraucher sollen künftig leichter erkennen können, wie viel Fett, Zucker oder Salz Lebensmittel beinhalten.” Dieser Satz ist eigentlich das Einzige worauf sich alle Parteien einigen können, die bei diesem Thema an einem Tisch sitzen. Ob das per gesetzlich verordneter “Ampel” auf den Lebensmitteln, oder per Selbstverpflichtung der Hersteller oder per barcoo passiert, ist weiterhin unklar.
In England gibt es bereits eine Ampel, die klar und direkt zeigt, ob ein Produkt den Trend zum Übergewicht und ungesundem Nahrungsmitteln fördert oder bricht. Grün für gesund, gelb für mittelprächtig, und rot für besonders fett, besonders zuckrig oder besonders salzig. Das führt aus Sicht der Gegner zu übertriebener Vereinfachung und Diskriminierung – alle süßen Leckereien wären ja dann mit einer roten Ampel markiert und der Verbraucher “bevormundet”.
Nun haben die Verbraucherminister der Bundesländer die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung einzusetzen. Bundesminister Seehofer will nun neuerdings und überraschend sogar einen nationalen Alleingang wagen. An diesem großartigen Erfolg hat nicht zuletzt Foodwatch Anteil. Es gibt aber noch enorme Hürden, bis wir wirklich eine Ampel bekommen. Deswegen würden wir uns freuen, wenn Du die Mitmach-Aktion von Foodwatch unterstützt. Eine gute investierte Minute.
Sollte die Ampel trotzdem nicht kommen, wird barcoo sie Dir jedoch zum Wegstecken für Deine Hostentasche auf Dein Handy geben.
2. Oktober 2008 at 6:18
Die Ampel ist dringend nötig! Wenn sich der Gesetzgeber nicht dazu durchringen kann, ist privates Engagement gefragt für mehr Transparenz im Sinne der Verbraucher. Ich finde Ihre diesbezüglichen Pläne ausgezeichnet und hoffe, dass Sie sie bald realisieren können.
7. Oktober 2008 at 11:51
Hallo,
die Idee die Ampel einfach gegen die Lebensmittelindustrie einzuführen und die Informationen mit Hilfe des Barcodes auf einem Handy verfügbar zu machen hatten wir selber vor einiger Zeit auch schon.
Das Problem, welches sich uns darstellte: Wer bezahlt das Angebot? Der Verbraucher bestimmt nicht, jedenfalls nicht für größere Produktmengen, zumal noch die Kommunikationskosten entstehen. Die Industrie sicher auch nicht, da sie die Ampel gar nicht will. Evtl. jemand wie foodwatch, wobei hier die Frage bleibt, ob sie es wollen und können.
Hinzu kommt die Nutzbarkeit der Lösung auf einem Handy. Aktuell stelle ich mir das für einen Warenkorb recht umständlich vor. Mein Vorschlag wäre, noch einen Client für einen PC anzubieten, so dass man in Ruhe zu Hause (evtl. mit Webcam-Barcode-Erkennung) Warenkörbe verwalten kann.
Viele Grüße
Sven Börner
11. Dezember 2009 at 0:40
Ich glaube die Werte nicht: in 100 Gramm Schokolade (z. B. Code 4000417012005) sind doch nicht 3 Gramm Zucker.
11. Dezember 2009 at 10:06
Hi Annika, die Daten werden von allen gemeinsam eingegeben. Da gibt es sicherlich auch mal Fehler aber die kann jeder jederzeit korrigieren. Einfach auf “Werte ändern” klicken.